Jetzt "keinen Millimeter nachlassen"!

Die Stimmen zum Köln-Spiel
Nur ein Etappensieg auf dem Weg zum Klassenerhalt: Yuya Osako und Theodor Gebre Selassie jubeln über den 6:1-Sieg (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 27.06.2020 / 18:53 Uhr

Von Yannik Cischinsky und Mirko Vopalensky

Ob das nun ein Wunder sei, darüber wurde rund um den 6:1-Heimsieg und Werders Sprung auf den Relegationsplatz in allerletzter Sekunde viel gesprochen. "Das wäre mir zu hoch gegriffen", sagte Florian Kohfeldt nach dem Schlusspfiff. Was klar ist: Selbst wenn, dann hat dieses Wunder von der Weser drei Teile, zwei davon stehen noch aus. Es sind die Relegationsspiele, mit denen sich die Grün-Weißen am Ende einer verkorksten Saison noch in der Klasse halten könnten. "Die brutale Drucksituation bleibt – mit dem Unterschied, dass wir es selbst in der Hand haben. Aber wir dürfen keinen Millimeter nachlassen", so Kohfeldt.

Alle Stimmen zum Spiel fasst WERDER.DE wie gewohnt zusammen.

Zum Spielverlauf:

Die Freude über den wichtigen Heimsieg wird schnell dem Fokus auf Donnerstag weichen (Foto: nordphoto).

Niclas Füllkrug: "Es ist ein ganz aufregender Tag. In der zweiten Halbzeit ist die Zeit nicht vergangen, ich glaube ich habe alle 15 Sekunden oben auf die Tafel geguckt. Wir dürfen unglaublich dankbar sein, dass wir diese zwei Spiele noch spielen dürfen. Heute haben wir unseren Job erledigt."

Kevin Vogt: "Die Tatsache, dass wir das erste kleine Wunder heute geschafft haben, ist sehr schön. Ich glaube, dass im letzten Drittel der Saison die Tendenz der Leistung deutlich nach oben gezeigt hat, dass wir stabiler waren. Aber die Zeit wurde natürlich weniger. Wir waren heute sehr selbstbewusst und haben mit einem richtigen Offensivdrang gespielt und auch immer wieder Nadelstiche gesetzt. Wir haben zu super Zeitpunkten die Tore gemacht. Ich glaube der Gegner hat nicht damit gerechnet, dass wir so über ihn herrollen. Ich bin sehr, sehr glücklich."

Davy Klaassen: "Ich glaube nicht, dass das viele vorher erwartet haben. Aber wir haben daran geglaubt. Wir haben gefühlt, dass die ganze Stadt und der ganze Verein daran gegalubt hat. Das hat sich heute ausgezahlt. Dass wir drei schnelle Tore schießen, hat natürlich geholfen. Wir sind natürlich glücklich, aber noch nicht zufrieden."

Niklas Moisander: "Wir wussten, dass wir gewinnen und so viele Tore wie möglich schießen müssen. Das haben wir getan. Wir sind sehr glücklich. In den nächsten beiden Spielen heißt es 'do or die'."

Florian Kohfeldt: "Die Jungs haben es heute gut umgesetzt. Es war unter einer brutalen Drucksituation wie ähnlich schon in Freiburg oder in Paderborn. Wir wussten: Wenn wir heute nicht gewinnen, dann ist es vorbei. Aber wir haben heute nicht nur das Spiel hier gehabt, sondern ein Zwei-Platz-Spiel. Wir wussten, dass wir es nicht in der eigenen Hand haben."

Frank Baumann: "Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich haben wir die Zwischenstände aus Berlin immer wieder mitbekommen. Wir sind sehr, sehr froh, dass wir am Ende des Tages zumindest die Relegation erreicht haben. Im Fußball kann man viele Erklärungsansätze finden, aber letztendlich nicht alles wirklich erklären. Es ist schwer zu sagen, warum es in den bisherigen Heimspielen fast gar nicht geklappt hat. Heute kam natürlich einiges zusammen. Aber man muss auch sehen, dass wir heute das erste Mal mit unserem potenziellen Stamm-Sturm gespielt haben. Yuya Osako, Niclas Füllkrug und Milot Rashica haben in dieser Saison bisher noch gar nicht zusammengespielt. Das ist viel Qualität, die uns in vielen Spielen gefehlt hat. Heute haben alle drei, aber auch die ganze Mannschaft eine wirklich richtig gute Leistung gezeigt."

Zum Spiel in Berlin:

Keinen Millimeter nachlassen - so lautet Florian Kohfeldts Devise für die Relegationsspiele (Foto: nordphoto).

Niclas Füllkrug: "Wir danken Union Berlin. Unglaublich, dass sie am letzten Spieltag Vollgas gegeben haben. Ich weiß nicht, ob wir da nochmal eine Kiste Bier rüberwachsen lassen müssen... Heute sind wir sehr, sehr glücklich. Wir haben es jetzt wieder selbst in der Hand."

Kevin Vogt: "Die Ausgangslage war klar: Wir waren absolut auf Schützenhilfe angewiesen. Dementsprechend muss man sich mal was einfallen lassen für Union Berlin, vielleicht werde ich persönlich was nach Berlin schicken. Sie haben uns geholfen, aber auch wir mussten unsere Aufgabe machen und die haben wir heute mehr als souverän gemacht."

Florian Kohfeldt: "Ich muss ein ganz, ganz großes Dankeschön an den Sportsgeist von Union Berlin schicken, dass sie alles getan haben, um das Spiel zu gewinnen. Damit haben sie uns eine große Hilfe gegeben. Im gleichen Zuge muss ich sagen, dass ich ein großes Mitgefühl mit Fortuna Düsseldorf habe, die in der gesamten Rückrunde sehr, sehr stark gekämpft haben. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr weh tut."

Frank Baumann: "Wir müssen einen großen Dank nach Berlin schicken. Fußballdeutschland weiß glaube ich, dass Werder, aber auch Union Berlin ein besonderer Club ist. "Eisern Union" hat seinem Namen heute alle Ehre gemacht. Sie haben eine besondere Saison gespielt und heute sicherlich das i-Tüpfelchen draufgesetzt."

Marco Bode: "Die letzte halbe Stunde war ich eher in Berlin. Wir müssen ein großes Dankeschön nach Berlin schicken. Sie haben das richtig gut gemacht, insbesondere Tony Ujah, der das wichtige 1:0 geschossen hat. Da ist mehr als ein Dankeschön angebracht."

Zu den Relegationsspielen:

Florian Kohfeldt: "Die brutale Drucksituation bleibt bestehen. Wir haben jetzt zwei Spiele, in denen es um alles geht. In der Hinsicht hat sich nicht viel verändert. Der kleine, aber feine Unterschied ist, dass wir es jetzt selbst in der Hand haben. Aber wir dürfen keinen Millimeter nachlassen, keinen Millimeter! Denn jetzt haben wir die nächsten zwei Endspiele."

Marco Bode: "Jetzt ist die Tür wieder offen, die Chance ist da."

 

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